Der Film ist eine Annäherung an des Schicksal der 2,5 Millionen Rußlanddeutschen, die heute in Mittelasien, Sibirien, der Ukraine und Zentralrußland leben. Rußland und die Staaten der GUS sind Gesellschaften in der Schwebe, die Trümmer der Diktatur, die Schutthalden des Neuanfangs mit freiem Markt lassen die Menschen Orientierung in der Rückbesinnung auf ihre nationale Identität suchen. In der rußlanddeutschen Gemeinde äußert sich diese Tendenz verstärkt in dem Wunsch, nach Deutschland auszureisen.Auch der Protagonist des Films, Waldemar Burghardt, wartet in der sibirischen Altairegion auf seine Ausreisepapiere. Anliegen ist es, den Bruch zwischen den Hoffnungen, die Rußlanddeutsche mit der Ausreise ins Land ihrer Väter verbinden und den vielfältigen Schwierigkeiten ihrer tatsächlichen Integration in Deutschland aufzuzeigen. Der Gewinn an materiellen Gütern, an persönlicher Sicherheit ist oft mit dem Verlust von Freunden, Arbeit, Haus, Hof und Vieh - kurz mit dem Verlust des vertrauten sozialen und emotionalen Umfelds verbunden. Rußlanddeutsche kommen in ein Land, das die Quelle ihrer Kultur und Identität ist und müssen dennoch oft genug erfahren, daß ihnen Deutschland fremd ist. Sie müssen den Begriff Heimat neu definieren.